Ausflug ins Zillertal mit Nicht-Wirtshausrädern

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Ausflug ins Zillertal mit Nicht-Wirtshausrädern

Beitragvon Hannes » 08.10.2009, 22:08

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1. Tag
An einem Dienstag im Monat September machten sich zwei Niederbayern, Alex und ich, im bis unters Dach und darüber hinaus beladenen Auto ins ferne Zillertal auf, um eben dort in alpiner Prachtlandschaft Fahrrad zu fahren. Wie zu erwarten konnte der geplante Abfahrtstermin nicht eingehalten werden und so kam man gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit am Zeltplatz in Mayrhofen an. Ans Radfahren war nicht mehr zu denken, so vertagte man dann das auf den nächsten Tag.

2. Tag
Nächsten Vormittag konnte es dann endlich los gehen: man wollte den Hausberg, Penken zunächst per Seilbahn und anschließend weiter per Velo erklimmen. Die Fahrt mit der Penkenbahn erwies sich als spektakulär und nebenbei hatte man schnurstracks ohne einen Tropfen Schweiß nach Gondelausstieg bereits 600hm gemacht. Nach einer nie zu steilen Schotterauffahrt weiter Richtung Gipfel stand man schließlich ganz oben und konnte bei phantastischem Panorama einen Gros des Zillertals überblicken. Die Abfahrt war improvisiert: wir versuchten möglichst „traillastig“ (Trail = schmaler Pfad, meist Wanderweg) abzufahren, was z.T. gesperrte Wege zur Folge hatte. Da nur wenige Wanderer unterwegs waren, stellte dies aber kein Problem dar. Enge Kehren, ausgesetzte Wegpassagen, teils verblockt und das Gefälle setzten Fahrer und auch Rädern zu, so dass man einigermaßen geschafft im Tal wieder ankam. Man stärkte sich sodann mit einheimischen Bier und konnte guten Gewissens zum gemütlichen Teil übergehen.

3.Tag
Tags darauf stand eine anspruchsvolle Tour diesmal genau auf den jenseitigeren Bergzug auf dem Programm. Wir kämpften uns erstmal einen langen Asphaltanstieg hinauf. Lange heißt im Alpenhauptkamm 15km, doch die grandiose Aussicht während des Kletterns entschädigte die Plagerei. Nach Teer ging es dann weiter auf Schotterstraßen bergauf. Endlich oben kehrte man in einer urigen Almhütte ein und genoss Sicht und Sonne. Es ging anschließend gleich ans Eingemachte: ein sehr technischer Pfad forderte abermals Mensch und Maschine. Wie am Vortag blieben aber ernste Stürze aus. Es folgte eine Abfahrt auf einer so genannten „Bike-Piste“, was sich als gesperrter Schotterweg herausstellte. Alternativenlos schoss man dann gen Tal, in der Hoffnung noch vor Regenbeginn am Campingplatz zu sein – der Himmel hatte sich vom Vormittag an langsam aber stetig stets mehr verfinstert. Dort angekommen beschloss man seine Zelte abzubrechen, da die Prognose für die drei folgenden Tage nichts Gutes verhieß. Schweren Herzens belud man das Auto, doch ein jeder war reicher an einem Fahrerlebnis, welches in dieser Intensität eben einfach nur im Gebirge zu erleben ist.

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